steute Meditec bringt das steute MED Framework (SMF) auf den Markt

Neue Kommunikationsplattform für medizinische User Interfaces – die Entscheidung bleibt im Medizingerät
Fig. 1: More than just a foot switch: the steute MED Framework (SMF) unites mechanical, electronic and software-based components within a modular architecture.
Fig. 2: steute Meditec launches steute MED Framework (SMF). New communication platform for medical user interfaces.

Löhne, Deutschland – 23. Oktober 2026 – Mit dem steute MED Framework (SMF) erweitert steute Meditec sein Portfolio um eine neue Kommunikationsplattform für medizinische User Interfaces. Das Framework steht dabei für alle Fußschalter und Bedienelemente mit einer Schnittstelle zum Medizingerät zur Verfügung – unabhängig davon, ob die Verbindung kabelgebunden oder kabellos erfolgt.

Denn Cybersecurity endet nicht an der Funkstrecke: Mit den steigenden Anforderungen an vernetzte Medizinprodukte, unter anderem im Zusammenhang mit IEC 81001-5-1, rücken auch kabelgebundene Schnittstellen stärker in den Fokus. steute hat darauf eine Antwort entwickelt. Das SMF ermöglicht die bidirektionale Übertragung von Steuerungs-, Status- und Systemdaten.

Fußschalter und andere medizinische Bedienelemente übernehmen damit weit mehr als die reine Übermittlung eines Schaltbefehls. Medizingeräte erhalten zusätzliche Informationen über Zustände, Ereignisse und mögliche Fehler und können diese innerhalb ihres eigenen Sicherheitskonzepts bewerten und verarbeiten.

„SMF liefert mehr als Schaltsignale. Gerätehersteller erhalten bedarfsgerecht Zugriff auf definierte Informationen und behalten gleichzeitig die volle Kontrolle darüber, wie diese Daten innerhalb ihres Systems bewertet und verarbeitet werden“, erklärt Julia Mönks, Product Manager Meditec bei steute Technologies. „Dabei erhält das Medizingerät die Daten immer in der gleichen Form – unabhängig davon, ob das Bedienelement über Kabel oder Funk angebunden ist.“

Von der Signalübertragung zur intelligenten Kommunikation
Das steute MED Framework schafft eine gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen Medizingeräten und User Interfaces. Dabei ergänzt SMF die klassische Funkkommunikation um definierte Datenmodelle und abonnierbare Services und etabliert dieses Datenmodell auch bei kabelgebundenen Geräten. Das Medizingerät wählt darüber gezielt die Steuerungs-, Status- und Systemdaten aus, die für die jeweilige Anwendung und Anwendungsschritt situationsbedingt benötigt werden.

Dadurch können Medizingeräte nicht nur Bedienbefehle empfangen, sondern auch zusätzliche Informationen zu Gerätezuständen oder Fehlersituationen berücksichtigen. Die eigentliche Bewertung und Entscheidung verbleibt jederzeit beim Medizingerät und dessen validiertem Sicherheitskonzept.

Cybersecurity und Lifecycle von Beginn an berücksichtigt
Ein wesentlicher Bestandteil des Frameworks ist die frühzeitige Integration von Cybersecurity-Anforderungen. Verschlüsselte Kommunikation, und Authentifizierungsmechanismen unterstützen den Schutz des Datenaustauschs. Signierte Firmware-Updates ermöglichen die Prüfung der Herkunft und Integrität von Aktualisierungen.

Auch der Entwicklungsprozess ist auf Nachvollziehbarkeit ausgelegt. Im steute Test Framework werden Software-Builds, statische Codeanalysen, Unit-Tests und HIL-Prüfungen auf der Zielhardware automatisiert über eine Continuous-Integration-Pipeline (CI) durchgeführt. Die Testergebnisse werden mit den zugehörigen Softwareanforderungen verknüpft und automatisch dokumentiert. So lassen sich Änderungen frühzeitig prüfen und die Softwareverifikation nachvollziehbar belegen.

Ergänzend umfasst das Konzept dokumentierte Anforderungen, Threat- und Risikoanalysen, strukturierte Tests sowie die Rückverfolgbarkeit zwischen Anforderungen, Testspezifikationen und Ergebnissen.

Diese Nachweise unterstützen Medizingerätehersteller bei der Integration der Bedienlösung in ihre Entwicklungs-, Risiko- und Zulassungsprozesse.

Flexible Plattform für zukünftige Gerätegenerationen
Die modulare Hardware- und Softwarearchitektur des Frameworks wurde gezielt auf langfristige Erweiterbarkeit ausgelegt. Wiederverwendbare Softwaremodule, definierte Schnittstellen und versionierte Services ermöglichen Anpassungen und Weiterentwicklungen über Produktvarianten und Gerätegenerationen hinweg. Gerätehersteller können so auf bestehenden Entwicklungen aufbauen und den Anpassungsaufwand für neue Varianten reduzieren.

Zu den technischen Besonderheiten gehören:

  • Bidirektionaler Austausch von Steuerungs-, Status- und Systemdaten
  • Multipoint-Funktionalität zur Anbindung mehrerer Bediengeräte an einen gemeinsamen Empfänger
  • Bedarfsgerechte Datenübertragung über abonnierbare Services
  • Integrierte Cybersecurity- und Updatekonzepte
  • Unterstützung kabelgebundener und drahtloser Architekturen auf einer gemeinsamen Kommunikationsbasis
  • Modulare Software- und Hardwarestruktur für langfristige Weiterentwicklung

Verfügbarkeit
Zum Marktstart ist das steute MED Framework zunächst für ausgewählte Fußschalterkonzepte der bewährten GPX11-Produktfamilie verfügbar. Weitere Varianten werden schrittweise folgen.

Die konkrete Ausprägung des Frameworks sowie die Integration in die Gerätearchitektur werden im gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit dem Medizingerätehersteller festgelegt und umgesetzt.

Zukunftssichere Grundlage für moderne Medizintechnik
Mit der Markteinführung des steute MED Frameworks reagiert steute Meditec auf die wachsenden Anforderungen an intelligente User Interfaces in der Medizintechnik. Die Plattform verbindet leistungsfähige Kommunikation, Datentransparenz, Cybersecurity und Lifecycle-Unterstützung und bietet Geräteherstellern eine gemeinsame Basis für die Integration und Weiterentwicklung ihrer Bedienlösungen.

Über steute Meditec
steute Meditec entwickelt und produziert innovative User-Interface-Lösungen für die Medizintechnik. Das Portfolio umfasst kabelgebundene und drahtlose Fußschalter, Handbediengeräte sowie kundenspezifische Bedienlösungen für verschiedenste medizinische Anwendungen. Als Entwicklungspartner unterstützt steute Meditec Medizingerätehersteller weltweit bei der Umsetzung sicherer, ergonomischer und zukunftsfähiger Bedienkonzepte.

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